HomeFlugschuleSimulator einrichten

Konfiguration von X-Plane

Wie der Simulator richtig fürs Hubschrauberfliegen eingerichtet wird.

Du willst lieber mit FS 2004 fliegen?
Dann schau zum Thema Konfiguration des Simulators bei Hovercontrol vorbei (englisch).

X-Plane läuft unter Windows, Linux sowie auf dem Macintosh. Die eigentliche Installation ebenso wie ein eventuelles Update über die Seite x-plane.com sollten unproblematisch funktionieren und werden hier nicht weiter beleuchtet. Wir wollen nun sehen, dass wir den Simulator richtig konfigurieren und die Steuerelemente richtig zuweisen. Dabei gehen wir davon aus, dass X-Plane bereits auf die deutsche Sprache eingestellt ist.

Joystick und andere Steuergeräte

Alle externen Steuergeräte müssen mit dem Computer verbunden werden, bevor X-Plane gestartet wird. Andernfalls werden sie nicht erkannt. Die Konfiguration findet im Dialog Joystick & Geräte statt, der über den Menüpunkt Einstellungen erreicht wird. Bitte die Registerkarte Achsen wählen.

Screenschot Zurodnung der Joystickachsen bei X-Plane

Wenn man nun ein bisschen an den Steuerelementen bewegt, erkennt man an der Bewegung der grünen Balken, welche Achse wo anliegt. Bewege ich nun beispielsweise den Joystick nach rechts und links, habe ich die Rollachse gefunden. Also weise ich aus dem Drop-Down-Menü neben dem Balken den Punkt roll zu. Anschließend muss der Joystick noch einmal an dieser Achse bewegt werden, und zwar über den gesamten möglichen Bereich. So erkennt X-Plane, wie groß der Wertebereich ist, in dem das Gerät seine Daten liefert.

Das gleiche Procedere wird nun für alle anderen Achsen ebenfalls erledigt. Zum Hubschrauberfliegen benötigen wir mindestens folgende Zuordnungen:

  • Rollachse (Stick rechts/links) → roll
  • Pitchachse (Stick vor/zurück) → pitch
  • Z-Achse (bzw. Pedale) → yaw
  • Kollektiver-Hebel (Leistungshebel) → collective

Um die Startupverfahren korrekt durchzuführen wird auch noch ein Gashebel gebraucht. Er wird der throttle zugewiesen. Fliegen kann man auch ohne, es sei denn man wählt einen Kolbenhubschrauber ohne Governor, was wir in der Flugschule aber nicht tun werden.

Die Sache mit der Empfindlichkeit

Nun gehen wir zur Registerkarte Zentrieren und stellen Pedale (bzw. Z-Achse) und Stick auf die mittlere Position. Durch einen Klick auf den Butteon Zentrieren Sie... in der untern Hälfte des Dialogs übernimmt X-Plane diese Mittelstellungen. Damit sind die Steuerelemente richtig kalibriert.

Screenshot Einstellung der Steuerlemente bei X-Plane

Mit den Reglern auf der linken oberen Seite des Bildschirms kann die Empfindlichkeit der Steuerelemente angepasst werden. Hat man einen Stick mit einem einigermaßen realistisch großen Bewegungsweg, sollten alle Regler voll auf linear (nach ganz links) gestellt werden. So ist es im Screenshot abgebildet.

Bei normalen Joysticks sind die Ruderwege allerdings kleiner als in einem realen Hubschrauber. Um trotzdem im Schwebeflug feinfühlig fliegen zu können, kann man ggf. ein bisschen in Richtung non-linear verschieben. Beim Saitek X52 z.B. führt eine Einstellung auf 25 % (nur für Pitch und Roll!) zu einem vernünftigen Kompromiss. Der Preis für das Mehr an Realitätsgefühl im Zentrum der Steurung ist freilich, dass in den äußeren Bereichen, z.B. im Reiseflug für das Halten der Geschwindigkeit, die Steuerung etwas zu stark reagiert. Das ist aber verkraftbar.

Grundsätzlich gilt: Hubschrauber reagieren extrem empfindlich auf die Steuerung. Von Anfängern wird das häufig als unrealitisch empfunden, ist es aber gearde nicht.

Keine künstliche Stabilisierung, keine Nullzone!

Die Regler für künstliche Stabilität (im Dialog rechts oben, rot markiert) müssen unbedingt auf 0 eingestellt sein. Alles andere würde die Flugeigenschaften unrealistisch verzerren. Einige Hubschraubermuster sind darüber hinaus selbst mit einem Stabilisierungssystem ausgestattet (evtl. auch nur unbemerkt für den Benutzer im Flugmodell hinterlegt). In solchen Fällen kann die Kombination aus mehreren Stabilisierungen zum völlig Steuerungs-Chaos führen.

Ebenso wichtig ist, dass keine Nullzone vorhanden sein darf (ebenfalls im Screenshot rot markiert). Nullzonen sind Bereiche im Zentrum der Steuerung, in denen Bewegungen des Joysticks ignoriert werden. Im Hubschrauber wäre das fatal, weil im Schwebeflug extrem feinfühlige Steuerbewegungen just im Steuerungszentrum gefagt sind.

Weitere Einstellungen

Screenhot Dialog Operationen und Warnungen

Einen Blick wert ist noch der Menüpunkt Operationen und Warnungen. Interessant sind für uns dort die Einstellungen zum Flugmodell und zum Start.

Die Zahl der Flugmodelle pro angezeigtem Frame kann bei Hubschraubern eventuell auf 2 erhöht werden. Die Aerodynamik wird damit öfter berechnet als die Anzeige auf dem Bildschrirm. vor allem bei Rechnern, die mit sehr niedriger Framerate laufen, verbessert sich so das Flugverhalten. Diese Lösung ist nur zu empfehlen, wenn trotz niedriger Grafikeinstellungen immer noch kein flüssiger Flug zu erreichen ist.

Mit der Option jeden Flug mit laufenden Motoren starten kann man festlegen, dass man sofort losfliegen kann. Vor allem bei den ersten Flugübungen mit dem Hubschrauber ist es ratsam, diese Option zu aktivieren. Man muss dann nicht nach jedem Missgeschick nomal die langwierige Startprozedur für die Triebwerke durchführen. Wenn wir schon ein bisschen fliegen können, schlaten wir die Option natürlich wieder ab, denn es ist ja alles andere als realistisch, dass der Pilot in einen Hubschrauber mit laufenden Triebwerken einsteigt und sofort losfliegt. Die Startup-Prozedur gehört zum realitätsnahen Fliegen ebenso dazu wie der korrekte Shutdown.


 Die zweite Seite!

Letzte Änderung am Dienstag, 19 März 2013 11:40

Mehr in dieser Kategorie:

Welcher Simulator?

Welcher Flugsimulator?

Wo bekommt man ein realistisches Fluggefühl? Dieser Frage geht RotorSim in seinem Vergleichstest von Simulationssoftware nach.

Weiterlesen...

Ältere Downloads

Screenshot der Air-Zermatt-Szenerie

Du suchst einen äteren Download von RotorSim, z.B. die Air Zermatt oder das LRZ Saarbrücken für X-Plane 9? In unserem Archiv wirst du fündig.

Zum Download-Archiv...

Im Profieinsatz

Simulator von LaBrOs - Fly Professional

Der neuste Simulator mit RotorSim-Knowhow: Eine EC 135 von LaBrOs - Fly Professional. Man vergisst, dass man "nur" im Simulator sitzt.

Weiterlesen...

Go to top